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Zur aktuellen Situation:

 

Änderung bei den Anmeldungen zu den Werktagsgottesdiensten !  (Stand 04.12.2020)

Die Kirche braucht für ihre Gottesdienste laut Landesgesetz nicht mehr eine Adressliste der Gottesdienstteilnehmer. Werktags kann damit eine Abgabe von Teilnehmerzettel entfallen. Allerdings bitten wir Sie darauf zu achten, dass nur Haushalte und Familien (mit einem Grad, z.B. Geschwister und Kinder) zusammen sitzen dürfen, alle anderen müssen mindestens 1,5 m Abstand wahren, d.h. 2 Plätze müssen dazwischen sein.
An Sonn- und Feiertagen bleibt es bei der üblichen Anmeldepraxis (siehe Gottesdienstordnung). Hier werden jedoch nur noch die Namen und das Verwandtschaftsverhältnis erfragt.

B. Seibel
Pastor

 

 


Liebe Mitchristen,

Jesus tat als wolle er weitergehen, aber sie drängten ihn und sagten: Bleibe bei uns;
(Lk 24,28b-29a)

Liebe Mitchristen,
im Jahr 2020 habe ich mit einer ganz kleinen Gruppe die Kar- und Ostertage gefeiert. In diesem Jahr werde ich, hoffentlich, mit einer größeren Gruppe die Liturgie dieser Tage begehen können. Gerade diese Tage sind ja für uns als Christen die Zentralen Gottesdienste des Kirchenjahres. Wir feiern Tod und Auferstehung Jesu Christi.
In diesen Tagen leben wir in unserem Alltag immer noch mit Einschränkungen. An die kirchlichen Gottesdienste, die unter dem Schutzkonzept gefeiert werden, haben wir uns gewöhnt. Verwundert war ich, dass wir trotz des Lockdown eine Anzahl von Anfragen für Taufen und Hochzeiten haben. Ich habe immer mal wieder nachgefragt, ob sie denn wirklich das Sakrament feiern wollen, da ja eine weltliche Feier gar nicht möglich ist. Alle Gefragten haben dann gesagt, dass es ihnen wichtig sei das Sakrament der Taufe oder das Ehesakrament zu empfangen; die weltliche Feier könne man nachholen. Ich weiß nicht, ob ich dies in der Situation so gesagt hätte.
Diese Aussagen haben mich überrascht und zugleich auch positiv bewegt. Wir als Katholiken glauben ja, dass alle Sakramente im Letzten im Kreuzestod Jesu ihren Ursprung haben. In allen Sakramenten finden wir die Zusage Gottes, dass er in Jesus Christus mit uns Menschen geht. Gerade auch in der Dunkelheit unseres Lebens wollen die Sakramente Lichtzeichen Gottes sein. Braucht es gerade nicht HEUTE und JETZT solche Lichtzeichen in einer Zeit, in der Begegnungen eingeschränkt sind, Umarmungen und Nähe vermieden werden soll?
Die Liturgie der Karwoche zeigt uns, dass die Dunkelheit nicht siegt, sondern Ostern als neue strahlende Lichtkraft auch diese Zeit durchdringt. Die Hoffnung stirbt nicht am Kreuz, sondern die Hoffnung geht mit ins tiefste Grab, um „glorreich“ aufzuerstehen.
Die Menschen, die um die Spendung der Sakramente in diesen Tagen bitten, sehnen sich vielleicht, bewusst oder unbewusst, gerade nach einem Gott, der sich uns in Liebe zeigt und uns Menschen nahe sein will. Dies kann für unseren Alltag eine Stärkung und Hilfe sein in dieser so ungewohnten Situation unserer Zeit.
Die Sakramente, die Feier des Leidens und des Todes Jesu, Ostern, Jesu Auferstehung all das, macht doch uns Menschen deutlich, dass wir keinen Gott haben, der sich von uns fern hält, sondern der bei uns sein will. Hier fallen mir die Worte aus dem Emmaus Evangelium ein. Ganz konkret die Bitte der Jünger: Bleibe bei uns!
Vielleicht müssen auch wir zu drängenden Menschen werden. Menschen eben, die nicht ihren Glauben zurücklassen, auch nicht trotz großer Zweifel und Enttäuschung. Ähnlich wie den Emmaus Jüngern, sich bewusst zu machen, dass Jesus Christus der Auferstandene mitgeht. Vergessen wir nicht ihn zu bedrängen wie einen guten Freund, dass er uns nicht alleine lässt. Ich glaube, dass Gott sich dann auf uns einlässt. So wollen uns auch die Texte der Osterzeit ermutigen, nicht nur die Schatten unseres Lebens zu sehen, sondern das Licht der Hoffnung.
Ich wünsche Ihnen, dass SIE gerade in den Kar- und Ostertagen zu drängenden Menschen werden, die Gott suchen im Gebet, in den Gottesdiensten, in unserem Alltag...und damit vielleicht auch andere Menschen mit dem Licht der Hoffnung anstecken!
Ihnen ALLEN gesegnete OSTERN!
 
Bernd Seibel, Pfr.