Start St. Blasius/St. Martinus St. Bartholomäus St. Marien

Zur aktuellen Situation:

 

Liebe Mitchristen,
wie Sie bestimmt aus den Medien erfahren haben, hat das Bistum Trier in enger Absprache mit der saarländischen Landesregierung das gottesdienstliche Leben Schritt für Schritt unter klar definierten Sicherheitsbedingungen wieder geöffnet. Allerdings gibt es nicht von heute auf morgen eine Rückkehr in den Alltag oder die vorher gewohnte Normalität ohne Corona. Vielmehr wird es uns noch auf längere Zeit beschäftigen, unseren Alltag so vernünftig und sicher wie möglich mit dem Virus zu gestalten. Dieses Schutzkonzept „Schritt für Schritt“ gibt einen klaren Rahmen an die Hand, aber es stellt uns auch vor hohe Anforderungen, in dessen Grenzen wir vernünftig und verantwortlich wieder öffentliche Gottesdienste feiern können:

Beginnend mit Samstag, 9. Mai 2020, werden wir wieder öffentliche Gottesdienste anbieten – zunächst einmal nur an Sonn- und Feiertagen.

  1. Diese Gottesdienste finden unter hohen Sicherheitsbedingungen statt, die von allen Beteiligten eine verstärkte Vorbereitung und Aufmerksamkeit erfordern. Wir starten mit Gottesdiensten in Saarwellingen, Schwarzenholz und Reisbach. Die Anzahl der Besucher dieser Gottesdienste sind aufgrund des Schutzkonzeptes beschränkt.
  2. Für jede dieser Kirchen ist eine maximale Teilnehmerzahl nach den Abstandsregeln
    (2 m) festgelegt und in der jeweiligen Kirche durch Nummern an den Sitzen markiert.
  3. Eine Teilnahme am Gottesdienst ist nur möglich, wenn Sie sich in der Woche vor dem Wochenende am Donnerstag von 09:30 Uhr - 11:30 und von 15.00 Uhr - 17:00 Uhr telefonisch und nur im Pfarrbüro Saarwellingen unter der Telefonnummer 06838-2910 für alle Gottesdienste anmelden. Mails sowie Nachrichten auf dem Anrufbeantworter können in diesem Fall nicht berücksichtigt werden. Für Christi Himmelfahrt und die Vorabendmesse ist die Anmeldung ebenfalls Donnerstag, dem 14.05.20. Es werden Name, Anschrift und Tel.-Nr. in einer Liste vermerkt. Diese Liste dient dann zum einen der Kontrolle beim Einlass in die Kirche. Zum anderen wird sie im Pfarrbüro 14 Tage lang aufbewahrt, um dem Gesundheitsamt im Falle einer Corona-Infektion zu ermöglichen, eine evtl. Infektionskette nachzuverfolgen. Mit Ihrem Anruf willigen Sie in diese Regelung und die Weitergabe Ihrer Daten an den Empfangsdienst ein. Nach 14 Tagen wird die Teilnehmerliste datenschutzgemäß vernichtet.
  4. Da die Plätze wirklich stark begrenzt sind und bei weitem nicht allen Gläubigen die Teilnahme ermöglichen werden, bitte ich um Ihr Verständnis, dass Sie sich immer nur in der Woche vorher für den nächsten Sonntagsgottesdienst anmelden können. Eine Anmeldung für mehrere Wochen im Voraus ist nicht möglich. Es zählt allein die Reihenfolge der eingehenden Anrufe. Ist die maximale Zahl erreicht, wird die Liste für die kommende Woche geschlossen. Ehepaare und Familien, die in einem Haushalt leben, dürfen ohne Abstand zusammensitzen.
  5. Aufgrund der begrenzten Kapazität empfiehlt sich für uns als Christen wirklich der Gedanke der Stellvertretung: Wir sollten uns nicht plötzlich als Konkurrenten erfahren, die um Plätze kämpfen, sondern stellvertretend für die den Gottesdienst mitfeiern, die nicht dabei sein können und auch bereit sein, geduldig abzuwarten, wenn die Anmeldeliste bereits voll sein sollte.
    Wenn Sie an der jeweiligen Kirche zum Gottesdienst ankommen, werden Sie von einem Empfangsdienst begrüßt, der überprüft, ob Sie in der Anmeldeliste enthalten sind. Ist dies nicht der Fall, ist ein Zutritt leider nicht möglich!
  6. Am Eingang wird Desinfektionsmittel bereitgehalten. Bitte waschen Sie sich zusätzlich vor dem Gang zur Kirche gründlich die Hände und tragen Sie Ihren Mund-Nasen-Schutz während des ganzen Gottesdienstes. Ohne diesen Mund-Nasen-Schutz ist kein Einlass möglich! Da wir keine Gebetbücher mehr zur Verfügung stellen dürfen, bringen Sie bitte auch Ihr persönliches Gotteslob mit. Alle weiteren Regelungen für den Gottesdienst geben wir Ihnen vor Ort.
  7. Wer einer Risikogruppe angehört, möge bitte besonders sorgfältig überlegen, ob er/sie sich des erhöhten Infektionsrisikos aussetzt. Das Bistum verlängert die Dispens vom Sonntagsgebot bis auf weiteres.
  8. Die Werktagsmessen und die übrigen Sonntagsgottesdienste werden bis auf weiteres als stille Messen des Priesters mit dem/der Küster/-in gefeiert.
  9. Taufen, Trauungen und Erstkommunionfeiern dürfen wegen der schon durch den Ritus bedingten größeren physischen Nähe auch weiterhin nicht gefeiert werden. Auch eine Terminvereinbarung erscheint im Moment nicht sinnvoll.
  10. Auch werden weiterhin keine Sterbeämter und Trauerfeiern in den Kirchen angeboten.

Bitte unterstützen Sie diese für uns alle ungewohnte Vorgehensweise, damit wir Schritt für Schritt unser gemeinschaftliches Glaubensleben wieder erfahren können.

 

Die Informationen sind zu finden unter: https://www.bistum-trier.de/home/corona-virus-informationen/

 


Liebe Mitchristen,


Liebe Mitchristen,

Schon immer musste der Mensch die Erfahrung machen, dass man manchmal die Geschehnisse der Welt nicht in der Hand hat. So sind auch wir heute noch immer den Folgen der Corona-Pandemie ausgesetzt. Manchmal bleibt einem dann sprichwörtlich nichts anderes übrig als „abwarten und Tee trinken“. Wenn das mal so einfach wäre - denn leider bleibt es ja oft nicht nur beim Tee trinken…das Gedankenkarussell geht los: Wie lange dauert das noch? Was kann ich dazu beitragen, dass es schneller oder gar ganz vorbei geht? Wie wird es danach sein?
Man wird ungeduldig.
Selbst biblischen Erzählungen ist diese Ungeduld nicht fern. Die ersten Christen waren besonders vielen Krisen ausgesetzt. Paulus versucht diese zu trösten, indem er deren Lerneffekt betont: "Wir rühmen uns auch der Bedrängnisse, weil wir wissen, dass Bedrängnis Geduld bringt“ (Röm 5, 3).
 
Die Krise schult also unsere Geduld? Haben wir vielleicht verlernt uns zu gedulden? Jetzt - in der heutigen Zeit, in der man auf nichts mehr warten und weniger Geduld aufbringen muss, in einer Zeit, in der alles direkt verfügbar ist - gerade jetzt werden wir gezwungen uns zu gedulden…
Ja…vielleicht hat die Welt verlernt geduldig zu sein. Und wir sind mittendrin. Aber vielleicht bieten sich durch die Dinge der heutigen Zeit auch Chancen – die Chance uns wieder in Geduld zu üben.
Und vielleicht kann man sich danach auch mehr dessen erfreuen, was man hat. Wir sollten uns nicht herunterziehen lassen von all dem, was heute noch nicht so ist wie es einmal war, sondern uns darauf freuen, was kommen wird.
Ärgern wir uns also nicht darüber, dass wir Geduld aufbringen müssen, sondern lassen wir besser wieder die kindliche Vorfreude in uns aufleben, die unser Herz erfüllt und gespannt macht auf das, was kommt. Dann kann man auch in Ruhe „abwarten und Tee trinken“.

Ich wünsche Ihnen eine gesegnete Zeit und geduldiges Ausharren.

Carolin Herrlinger